Thema 1
(Wir haben heute einen Nachtdienst, da kann ich schon mal beginnen...)
Thema 1: Der Pflegedienst: Wir haben in der Vergangenheit natürlich nicht nur weitere Pflegekräfte gesucht, die bei unserem Pflegedienst angestellt werden, sondern haben schon einiges durch und zwar mit jeweils sehr vielen Stunden, die ich mit Telefonaten, Anträgen und Widersprüchen verbracht habe und die mich sehr viele Nerven gekostet haben. Reihenfolge könnte sogar ungefähr stimmen:- Minijob: Kandidatin gefunden, endlich bei der Kasse durchgedrückt, angemeldet, nach zwei oder drei Schichten festgestellt, die Verantwortung ist doch zu hoch- Freiberufler: Zwei gefunden, Kasse hat bestimmte Haftpflichtvesicherung gefordert, Police war den Pflegekräften zu hoch, kam nicht zustande- Pflegedienst von der Kasse vorgeschlagen: Am Telefon O-Ton der PDL: „Ich bin eine toughe Intensivschwester seit 25 Jahren, mich haut nichts um“. Kam mit zwei Kolleginnen, Katharina war Zucker! Lieb, aufmerksam, wach, hat interagiert, hatte einen Mini-Anfall, einen von der Sorte, wo man nur aufpassen muss, dass sie sich nicht weh tut und dass man das mal gesehen hat. Ursprünglich wollte die Crew innerhalb der nächsten vier Wochen komplett übernehmen. Rückmeldung am Abend: „Ich brauch heute nix mehr zu essen, das war Hardcore“. Ich: ??? Sie: „Das arme Kind könnte ja jederzeit sterben, das kann ich nicht, ich hab Enkel in dem Alter und meine Kolleginnen halten das auch nicht aus“- Zweiter Pflegedienst #1: Wir mussten uns trennen, als wir festgestellt haben, dass die Doku gefälscht wurde, Medikamente nicht oder zu völlig abstrusen Zeiten gegeben wurden und auch andere Lügen zufällig entlarvt wurden.- Zweiter PD #2: Uns wurde fristlos gekündigt (14 Tage), als eine Pflegekraft zu unserem anderen Pflegedienst gewechselt hat. Wir wussten das nicht und die Logik, warum man uns da kündigt, muss man nicht verstehen.
- Anzeigen online, Print, Social Media etc.: Ausdrückliches Gesuch nach „examinierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften“. Bewerbungen: Altenpflegehelfer, Heilerziehungspfleger, HEP-Helfer und Kräfte wie „kann ich 24 Stunden Pflege. Komm ich zu Euch, mach ich alles.“
Stellte sich leider heraus, kein anerkanntes Examen, keine Erfahrung mit Kindern, noch nie einen epileptischen Anfall gesehen, keine Intensiverfahrung.
Tut mir leid, funktioniert nicht und ich kann leider auch nicht 1800 Euro im Monat aus eigener Tasche zahlen, weil ich gar nicht so viel verdiene. War dann auch keine Option.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es für viele Pflegekräfte einfach zu viel Verantwortung ist ohne Kollegen, respektive Ärzte im Hintergrund zu haben, die jederzeit eingreifen können. Wir Eltern als Backup genügen nicht allen. Unsere Tochter kann schon Arbeit machen, Nerven kosten und für Überraschungen sorgen.
Das, was ich hier verkürzt erzähle, ist die Spitze unseres Eisbergs, aber vielleicht sieht man, das wir durchaus auch schon andere Wege betreten wollten.
Und beim nächsten Mal erzähle ich Euch ein bisschen was über Verhinderungspflege und Entlastungsbetrag. Ich kann versichern, ist auch unterhaltsam. Könnte sein, dass ich jetzt ein wenig ironisch werde, aber mei...
#staytuned #wirorganisierenmalschnell

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